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 Betreff des Beitrags: CQ DX – Was ist eine DX-Verbindung?
BeitragVerfasst: Mo 11. Jan 2010, 15:19 
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CQ DX – Was ist eine DX-Verbindung?
Weltweit funken durch Reflektionen an der Ionosphäre

Autor: Christian Aigner, on-radio.de Magazine 1/2009

Der vergangene Sommer brachte für uns aktiven Funkstationen zahlreiche DX Verbindungen. So konnte man Anfang Mai mit England, Mitte Mai mit Südfrankreich und Spanien sich unterhalten als seien es Nachbarstationen. Auch Deutschland DX’e waren sehr interessant. So konnte ich persönlich Stationen die ich aus diversen Foren kenne auch mal persönlich „Hallo und die besten Zählchen“ über den Weiten des Horizonts übermitteln. Viele tauschten QSL Karten aber auch R-S Werte folgen über die Frequenzen.

Doch was ist nun DX? Der Begriff ist eine phnoetische Abgleitung aus dem eglischen „long distance“, als das Funken "über den weiten Weg". Im Gegensatz zu "short range", wenn also eine Funkverbindung auf der kurzen Direktverbindung erfolgt. Es handelt sich beim DXen also um aktive Versuche eine weit entfernte Station zu empfangen und auch mit dieser ein QSO (Funkgespräch) zu führen.

Ein Empfang von weit entfernten Sende- und Empfangsanlagen wird durch die Reflexion der Raumwelle in der Lang-, Kurz- und Mittelwelle der Ionosphäre ermöglicht. Im UKW Bereich können zeitweilige Überreichweiten in der Troposphäre oder auch in der Ionosphäre den Empfang- und Sendebetrieb ermöglichen. In der Ionosphäre ist das Reflexionsverhalten abhängig von der Tages- und Jahreszeit. Diese Reflexionen treten in Deutschland häufig in den Sommermonaten auf, da dies von den Sonnenflecken (Sonnenaktivität) abhängig ist. Ein Spezialgebiet der Meteorologie ist es, zu den Ausbreitungsbedingungen sogenannte Ausbreitungsvorhersagen und einen Funk- Wetterbericht im Internet zu finden.

Bild

Im nachfolgenden Abschnitt möchten wir unseren Lesern die verschiedenen Wellenausbreitungen vorstellen. Darunter die Raumwelle für DX Verbindungen, aber auch die Bodenwelle, die für regionale bis überregionale Reichweiten geeignet ist. Mit Hilfe letzterer, also der Bodenwelle, können Verbindungen bis gerade mal 200km (je nach Umfeld) erzielt werden. Hier gilt: Je höher der Standort – desto höher die Reichweite. Hingegen die Raumwelle kann Verbindungen von 750km und mehr ermöglichen - und das schon durchaus mit den 4 Watt Sendeleistung, die im CB-Funk möglich sind. Also nicht ärgern wenn der Italiener mal stärker da ist als eine Station im Umkreis von 50km.


Die Raumwelle

Als Raumwelle wird die sich von einem Sender in den Raum ausbreitende elektromagnetische Welle bezeichnet. Die Raumwelle gelangt durch Reflexionen an der Ionosphäre wieder zur Erde zurück. Da die Ionosphäre keine harte reflektierende Oberfläche hat, muss man streng genommen nicht von Reflexion sprechen, sondern von einer "Brechung". Diese geschieht nach dem Snelliusschen Brechungsgesetz.

  • Die Raumwelle ist im Kurzwellenbereich (Rundfunk, Amateurfunk) von großer Bedeutung. Im Kurzwellenbereich werden die Raumwellen an der Ionosphäre besonders gut reflektiert und bewegen sich zur Erdoberfläche zurück. Von dort kann das Signal erneut zur Ionosphäre reflektiert werden. Auf diese Weise können die Radiowellen in mehreren "Hops" rund um die Erde wandern, so dass Kurzwellenstationen weltweit empfangen werden können. Bei einem magnetischen Sturm kann es zu Störungen der Ionosphäre kommen, so dass die Raumwelle zusammenbricht.

  • Raumwellen von UKW-Sendern werden in der Ionosphäre nicht oder nur sehr schlecht reflektiert. Aus diesem Grund können UKW-Sender im Regelfall nur dort empfangen werden, wo die Sendeantenne sichtbar ist (quasioptische Ausbreitung). Überreichweiten kann es jedoch bei bestimmten Inversionswetterlagen geben. Außerdem können UKW-Wellen an Hindernissen gebeugt werden und zwar umso mehr, je größer die Wellenlänge ist.

  • Die Raumwelle von Lang- und Mittelwellensendern wird tagsüber von der Ionosphäre absorbiert und nachts von dieser reflektiert, wodurch in den Nachtstunden in diesen Frequenzbereichen mehr Sender empfangen werden können als in den Tagstunden.


Die Bodenwelle

Unter einer Bodenwelle versteht man die sich entlang der Erdoberfläche ausbreitenden Radiowellen einer Sendeantenne. Hingegen sprachen wir ja bei der Raumwelle davon, dass sich die Radiowellen in die Atmosphäre ausbreiten und an der Ionosphäre reflektiert zurück zur Erde wandern. Zwischen den Auftreffpunkten der Reflektionen ist die Raumwelle nicht zu empfangen, eventuell aber noch die Bodenwelle. Der Bereich, in dem die Bodenwelle nicht mehr und die Raumwelle noch nicht empfangen werden kann, bezeichnet man als "Tote Zone".

Die Reichweite von Bodenwellen jedoch ist gering, weil sie einerseits von der Frequenz und andererseits von der Bodenbeschaffenheit abhängig ist. Über Wasserflächen ist die Abschwächung des elektromagnetischen Feldes geringer, als über trockenem oder felsigem Boden.


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